• Dorferneuerung Suhlendorf

    8. Treffen Dorferneuerung Suhlendorf am 07.10.2014

    PROTOKOLL DER 9. SITZUNG ZUR DORFERNEUERUNG SUHLENDORF MIT DEN ORTSTEILEN BATENSEN, NESTAU, NÖVENTHIEN, GÜSTAU, KÖLAU, KLEIN ELLENBERG UND GROSS ELLENBERG AM 07.10.2014,

    8. ARBEITSKREISTREFFEN

    In der 8. Arbeitskreissitzung waren die Anwesenden aufgefordert, ein gemeinsames Leitbild für Suhlendorf und seine Dörferregion zu entwickeln.

    Bevor in die Hauptthematik eingestiegen werden konnte, begrüßten Herr Weichsel und Frau Pesel die Anwesenden. Frau Pesel fragte, ob es zu den Gestaltungs- und Förderrichtlinien, die in der vorigen Sitzung besprochen wurden, noch Fragen oder Anmerkungen gibt. Folgendes wurde genannt:

    • Das Wort „Dorferneuerung“ wurde von der Begrifflichkeit bemängelt, da die Gestaltungsrichtlinien nur auf den Bestand eingehen und nicht fortschrittlich sind. Die Richtlinien ähneln dem Denkmalschutz.
    • Es zeichnet sich ab, dass die privaten Mittel zukünftig zurückgeschraubt werden.
    • Ein Umschichten von öffentlichen in private Mittel ist nicht erforderlich. Es gibt pro Haushaltsjahr ein finanzielles Kontingent beim Amt für Landentwicklung, das sowohl für öffentliche als auch für private Maßnahmen zur Verfügung steht.
    • Die Gestaltung des Straßenraums ist eine öffentliche Maßnahme. Derzeit werden ca. 50 % der Gesamtkosten gefördert, je nach Haushaltslage der Gemeinde. Die restlichen 50 % werden gemäß der Straßenbeitragssatzung auf Gemeinde und Anlieger aufgeteilt, ja nach Klassifizierung der Straße.
      • Barrierefrei sanierte und z. B. verkehrsschilderfreie Straßenräume wirken anziehend auf Menschen und können den Ort positiv beleben.

    Noch bevor Frau Pesel das Thema dieses Arbeitskreistreffens benannte, bat sie die Anwesenden, spontan zwei Sätze oder Begrifflichkeiten aufzuschreiben, die ihnen zu Suhlendorf und Umgebung einfielen. Die Sätze und Begriffe wurden am Ende der Sitzung inhaltlich gebündelt. Daraus entwickelte sich der Übergriff „Lebendige Landkultur“, der nun als Leitbild und Leitmotto für diese Region steht.

    Nachdem Einsammeln der Zettel konnte ins Thema des Abends eingestiegen werden. Anhand einer Power-Point-Präsentation wurde das Thema Leitbild erläutert. Das Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gibt Anregungen und Ansätze, wie so ein Leitbild entwickelt werden kann. Ebenso wurde im Rahmen des regionalen Entwicklungskonzepts (REK) ein Leitbild für die Region Uelzen erstellt. Das REK beinhaltet folgende Leitzielpunkte:

    • Land- / Forstwirtschaft

    • Tourismus/ Kultur

    • Siedlung/ Landschaft

    • Wirtschaft/ Verkehr

      Zu diesen vier Themenbereichen konnte jeder der Anwesenden in Arbeitsgruppen wichtige Punkte notieren. Aus diesen Ideen wurden gemeinsam die sich anschließenden Maßnahmen entwickelt:

       

    1. Land- & Forstwirtschaft:
    • Anpflanzung von Hecken und Obstbäumen

    • Erhalt der Wirtschaftswege

    • Wildkräuter an Feldrändern und Straßen

    • Weg von Monokulturen auf Feldern und in Wäldern

    • Biotopvernetzung/ Moorrenaturierung

      Maßnahmen:

    • Aufwertungder landschaftlichen Struktur durch Anpflanzung von ortstypischen Gehölzen

    • Dezentrale vernetzte energetische Versorgung

    • Sanierung und Umnutzung des Gebäudebestandes und Einfügung von Neubauten

    • Aufwertung der Landschaft durch Mischkulturen in Feldern und Wäldern

    • Vernetzung und Renaturierung von Biotopen.

       

    1. Tourismus & Kultur:
    • Förderung des sanften Tourismus‘

    • Unterstützung und Attraktivitätserhöhung von Vereinen, Verbänden und der Theatergruppe.

    • Werbung mit „dünne Besiedlung“ – Begegnung mit dem Wolf!

    • „Ilkenberg“ nicht vergessen!

    • Stärkere Öffnung der kulturellen Landschaft zu den Nachbarkreisen?

    • Stärkere Fokussierung auf „Reittourismus“ (Reitwege)

    • Werbung für den Ort (Tourismus) – Unterkünfte

    • Rad-/ Wanderkarte der Region

    • Rundwege um die einzelnen Ortschaften

       

      Maßnahmen:

    • Erhaltung von historischen Stätten

    • Überregionale Tourismuswerbung für ruhige Natur und Landschaft

    • Ausbau eines Caravanplatzes

    • E-Tankstelle für Elektrofahrzeuge (Fahrräder + Autos)

    • Ausbau und Verbesserung der Wander-, Rad- und Reitwege; Ruhe- und Rastplätze

       

    1. Siedlung & Landschaft:
    • Siedlungsbau möglich

    • Verbindung mit Radwegen und Wanderwegen

    • Bessere Nutzung alter Bausubstanz

    • Vermeidung der Zersiedlung

    • Leerstandnutzung

    • Verbesserung des Landschaftsbildes

    • Schaffung von Heideflächen (Lüneburger Heider oder Wendland)

    • Baulücken schließen

    • Verdichten des Ortskerns Suhlendorf

    • Barrierefreiheit auf Wegen und Straßen

    • Auflage zur Beseitigung von Schrottimmobilien durch Eigentümer

    • Keine (weniger) Monokulturen

    • Erhaltung von Alleen (Entwicklung/ Anpflanzung)

    • Rückbau von Flächenversiegelung (privat und öffentlich)

       

      Maßnahmen:

    • Keine Verkehrsschilder in Suhlendorf

    • Erstellung eines Baulücken- und Leerstandkatasters

    • Umnutzung/ Erhaltung historischer Bausubstanz (evtl. auch Abriss)

    • Erhaltung/ Anpflanzung von Alleen

    • Schaffung (kleiner) Heideflächen in der Landschaft

    • Entsiegelung der Flächen

       

    1. Wirtschaft & Verkehr:
    • Umgehung der Ortsmitte durch Anbindung der L 266 an die B 71 in Höhe der Kölauer Str.

    • Alternativ: Kreisel „Alter Marktplatz“

    • Orientierung der Wirtschaft auch in Richtung Salzwedel

    • Werbung für Ansiedlung von Fachfirmen (Mittelstand)

    • Erneuerung Ortsdurchfahrt, Marktplatz, Neumarkt, Ausbau Radwegenetz und Internet

    • Geringe Gewerbesteuer

    • Rückbau der „Schotterpiste“ Növenthien ↔ Güstau/ Kölau

    • Kreisel beim Zahnarzt

    • Gewerbegebiete vermarkten vor Ort

    • Ausbau und Erhaltung der verkehrlichen und sozialen Infrastruktur

    • Sanierung maroder Straßen (Barrierefreiheit)

    • Sicherung der Handwerkerschaft und Nachfolgeregelung

       

      Maßnahmen:

    • Ausbau Breitbandnetz

    • Fahrradladen mit –werkstatt (soziales Projekt)

    • Erhaltung und Ausbau der Infrastruktur

    • Externe Beratungshilfe für Vermarktung von Gewerbegebieten und die Anwerbung von Handwerkern

       

      Folgende Anmerkungen und Aussagen wurden außerdem während der Sitzung gemacht:

    • Eine Umgehungsstraße für Suhlendorf ist unrealistisch.

    • Um die genannten Maßnahmen immer weiterzuentwickeln, könnten Arbeitskreismitglieder für jedes Themengebiet die Leitung übernehmen, um auch außerhalb der Dorferneuerung zur Verwirklichung der Maßnahmen beizutragen.

    • Eine Tourismusförderung besteht unter dem Überbegriff Heideregion/ Vitalheide – über die Heideregion müssten die Erlebnisbereiche einsehbar sein.

    • Förderung der Wirtschaftsstrukturen über EU-Programme.

       

      In der nächsten gemeinsamen Arbeitskreissitzung werden das Leitbild und die Leitziele mit den entsprechenden Maßnahmen nochmals zusammengefasst und auf einige der öffentlichen Maßnahmen in den einzelnen Dörfern eingegangen.

      Die nächste  Arbeitskreissitzung findet statt am

      Dienstag, den 11. November 2014, um 18.00 Uhr im Gemeindebüro

      in Suhlendorf.

      Reitze, den 14.10.2014

      i. A. Inga Dittberner

      - Planungsbüro A. Pesel -

    Die in dieser Arbeitskreissitzung vorgestellte Power-Point-Präsentation "Ausrichtung - Leitbild" können Sie hier einsehen.

     

    Zum Thema

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