• Freitzeit & Sport

    Wandern in der Samtgemeinde Rosche

    Rundwanderweg zum Ilkenberg

    Länge:
    ca.5,5 km

    Dauer:
    ca. 2 Stunden

    Ausgangspunkt:
    Parkplatz des Handwerksmuseums (2).

    Der besondere Tip:
    Besuchen Sie zum Abschluss der Wanderung das Handwerksmuseum am Mühlenberg (2), in dem Mühlengeschichte und alte Handwerksberufe lebendig werden. Es liegt direkt am Ausgangspunkt der Wanderung.

    Die zum Cafe´ ausgebaute alte Mühle (3) - mit hervorragendem Fernblick - lädt zur Einkehr ein.

    Rund um Suhlendorf existieren noch weitere attraktive Wanderwege.
    Informationen und Wanderkarten erhalten Sie beim Verkehrsverein Suhlendorf (Ostheide e.V.), Tel.: 05820/ 346 oder 370.

     

    Die Route:
    Ziel dieser Wanderung ist der Ilkenberg (1) (Hilgenberg), der "Heilige Berg" - ein Geländedenkmal von großer kulturhistorischer Bedeutung.
    Die Begriffe Ilken oder Ilgen, gleichbedeutend mit Hilgen, werden im alten Sprachgebrauch mit "heilig" übersetzt. Da diese Region vom 9.bis zum 11.Jahrhundert z.T. unter wendischem Einfluß stand und in der wendischen Sprache das "H" nicht gesprochen wurde, entwickelte sich die Schreibweise "Ilkenberg".
    Bereits vor der Christianisierung dieser Region spielte der Ilkenberg als Versammlungs- bzw. Opferstätte eine zentrale Rolle in dieser Gegend. Bei Kiesabtragungen entdeckte man mehrere Gruben mit Flintsteinsplittern. Diese stammen vermutlich noch von angefertigten Waffen und Geräten aus der Steinzeit.
    Später machten die Germanen den Ilkenberg zu einer ihrer Kultstätten. Auf dem sog. "Altor" - einem Steinsockel - wurden vermutlich auch Tote verbrannt, deren Asche man anschließend in Urnen bestattete. Da eine Urnenbestattung in dieser Region während des germanischen Einflusses üblich war, liegt der Schluss nahe, dass der Ilkenberg auch als Opferstätte genutzt wurde.
    Nach Einführung des Christentums (Ende des 9.Jahrhunderts, vielleicht aber auch schon zur Zeit Karls des Großen (768 - 814), wandelte man diese Kultstätte in einem christlichen "Kirchplatz" um. Nun konnten hier in Anlehnung an die alten Kulthandlungen die Gottesdienste im Freien abgehalten werden. Dies wurde noch bis in die Reformationszeit (bis Anfang des 16.Jahrhunderts), zumindest an Allerheiligen, so beibehalten.
    Erst mit dem Bau einer (Wehr-) Kirche in Suhlendorf, die den Menschen Schutz bieten sollte, und um die Gottesdienste wetterunabhängig durchführen zu können, verlor der "Heilige Berg" an Bedeutung. In den 60er Jahren überlegte man sogar, ihn komplett abzutragen, um dort Kies zu fördern. Den "ol Altor", die ehemalige heidnische (Brand-) Opferstätte, hatte man bereits ein Jahrzehnt zuvor abgetragen. Er ist jedoch inzwischen rekonstruiert worden und krönt nun wieder in Ilkenberg.
    "Der Ilkenberg und die umgebende Landschaft ist von einzigartiger Schönheit und spiegelt ganz besonders den Charakter unserer niedersächsischen Heimat wieder", so ein Zitat.

    Zum Thema

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